WooCommerce ist ein Shop-Plugin, das sich gut für Online-Shops mit WordPress eignet. Das Plugin ist kostenlos bei WooThemes erhältlich und bringt alles mit, was ein Shop braucht.
Beim Einrichten des Plugins können mehrere Optionen für den Bezahlvorgang gewählt werden:
Überweisung
Diese Option erlaubt Zahlungen per Banküberweisung. Die Ware wird verschickt, nachdem eine Zahlung eingegangen ist. Hier gibt man seine Bankkontoangaben ein, die beim Bestellvorgang dem Kunden angezeigt werden.
Scheck (Rechnung)
Die Option “Scheck” wird wohl bei Schweizer Shops kaum je gebraucht. Das heisst, sie kann praktisch sein, um beim eigenen Shop die Bestell-Emails und die “Danke”-Seite zu testen. Zudem kann diese Option einfach abgeändert werden. Wer manuell eine Rechnung erstellt und diese der Bestellung beilegt (gibt es in der Schweiz häufig), kann hier zum Beispiel den Text dazu eingeben:
“Die Rechnung liegt der Lieferung bei. Bitte bezahlen Sie innert 30 Tagen.”
Um mit WooCommerce pdf-Rechnungen zu verschicken, braucht es ein extra Plugin, z.B. das PDF-Invoices. Es kostet um die Fr. 80.00, kreiert automatisch eine pdf-Rechnung und legt diese dem Bestätigungsemail bei.
Per Nachnahme
Wenn Kunden bei der Auslieferung der Produkte bezahlen.
Mijireh Checkout
Wer Onlinezahlungen auf seiner Website abwickelt, braucht die Zertifikate SSL (Secure Sockets Layer) und PCI (Payment Cards Industry Data Security Standard), was als KMU weder einfach noch günstig ist. Deshalb gibt es Anbieter, die eine Einbindung des Bezahlvorgangs in WooCommerce möglich machen, die Abwicklung der Zahlung über ihre PCI und SSL konforme Website abwickeln. Mijireh ist so ein Anbieter.
PayPal
Bei einer Bezahlung via PayPal, wird der Kunde für den Bezahlvorgang auf die PayPal Site weitergeleitet. Der Online-Shop braucht weder ein SSL noch ein PCI Zertifikat. Individuelle Seitenstile können im PayPal-Konto definiert werden.
Lösung für die Schweiz
Schweizer trauen PayPal nicht, höre ich immer wieder von Online-Shop-Betreibern. Da sieht es mit dem gelben Postkärtli schon anders aus. Ist eine Bezahlung via Postfinance im WooCommerce möglich?
Ja, und so gehts:
- Das Onlineformular der Postfinance ausfüllen.
- Eines der drei Pakete auswählen: Basic, Startup oder Professional. Bei den Paketen variieren die Kosten für die Einrichtung, die monatliche Gebühr und der Betrag pro Transaktion.
- Ein Geschäftskonto bei Postfinance eröffnen.
- Den Vertrag von Postfinance (payment service providing) unterzeichnen. Wer zusätzlich Zahlungen per Kreditkarten anbieten will, muss einen separaten Vertrag mit einem sogenannten Acquirer (z.B. Aduno) unterschreiben. Auf Wunsch leitet die Post den Antrag weiter.
- Nun braucht es ein Plugin, das Postfinance mit WooCommerce “verbindet”. Da gibt es zum Beispiel das Plugin von Sellxed, eine Firma mit tollem Support. Das Plugin kostet rund Fr. 200.00. Um es einzurichten gibt es eine detaillierte Dokumentation von Sellxed oder die Möglichkeit, dies für einen vernünftigen Aufpreis von Profis machen zu lassen.
- Die Postfinance erstellt ein Testkonto.
- Wenn alle Tests erfolgreich waren, aktiviert Postfinance das Konto.
Um Postfinance auf seinem Online-Shop einzurichten, braucht es weder eine SSL Zertifizierung, noch PCI. Wer seine Kundendaten trotzdem mittels einer SSL Zertifizierung schützen möchte, kann das Zertifikat beim Hostanbieter erwerben.
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