«Du musst personalisieren, sonst öffnet niemand deine E-Mails!» Stimmt das wirklich? In meiner Erfahrung ist Personalisierung weder das Problem noch die Lösung – und wer zu viel Aufwand hineinsteckt, übersieht das, was wirklich Conversion bringt.
Was «personalisiertes E-Mail-Marketing» eigentlich heisst
Im Marketing-Sprech ist «Personalisierung» alles, was über «Hallo Kundin» hinausgeht: Vorname in der Anrede, dynamische Produktempfehlungen, Triggermails nach Klickverhalten, Geburtstagsgrüsse, dynamische Newsletter-Inhalte. Klingt mächtig – kostet aber viel Setup-Zeit und liefert oft enttäuschend wenig.
Drei Anti-Patterns, die ich immer wieder sehe
- «Hallo {Vorname}» mit Fallback «Hallo Kunde» – Wenn der Vorname fehlt und die Mail mit «Hallo Kunde» beginnt, ist das schlechter als gar keine Anrede. Lieber ganz weglassen.
- Dynamische Produktempfehlungen ohne ausreichende Datenbasis – Wer 200 Abonnenten hat, hat keine «Datengrundlage» für Empfehlungen. Das Ergebnis ist meist zufällig und wirkt unprofessionell.
- Triggermails als Selbstzweck – Drei Drip-Mails nach Anmeldung, Reaktivierung nach 30 Tagen, Geburtstag, Kündigungs-Win-Back… wenn der Inhalt nicht stimmt, hilft auch das beste Timing nicht.
Was wirklich funktioniert
Mein Tipp aus der Praxis: Statt zu personalisieren, fokussiere auf drei Dinge: klare Betreffzeile (kein Clickbait), ein einziges Versprechen pro Mail, einen klaren Call-to-Action. Eine sauber geschriebene generische Mail schlägt jede halbgare Personalisierung.
Wenn du dann personalisierst, dann bei dem, was wirklich zählt: Segmentierung nach Interesse oder Lebensphase. Das ist mehr Arbeit, aber es lohnt sich. Mehr dazu in unseren Marketing-Kursen.
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